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Soviel Euro, schätzt man, gibt der deutsche Staat jährlich für Sozial-Transfer-Leistungen aus (Quelle taz). In Wirklichkeit könnte diese Summe noch um ca. 100 Milliarden darüber liegen.
Es gibt 115 Arten von Sozialleistungen mit denen sich 37 verschiedene staatliche Be- . hörden befassen. Alleine in der Arbeitsagentur und in den angeschlossenen Arbeits- gemeinschaften, beschäftigen sich mehr als 115 000 Mitarbeiter damit, dieses Geld zu verwalten und auszubezahlen. Oft liegt der Aufwand für die Kontrollen höher als die Förderung an sich. Würde man die, oben genannte, Summe direkt an die Bürger Deutschlands verteilen, so würde jeder im Jahr ca. 9200 Euro erhalten, und zwar vom jüngsten Neugeborenen bis zur ältesten Bürgerin oder zum ältesten Bürger.
Da kommt man schon ins Grübeln. Zugegeben, diese Rechnung ist sehr einfach, aber das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hat in einer Studie nachgewiesen, dass ein staat- lich ausbezahltes Grundeinkommen finanzierbar wäre. Inzwischen haben sich viele Initiativen gegründet, die die Einführung dieses Bürgergeldes unterstützen wollen. Einem Aufruf von Susanne Wiest, die ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert, über das Internet eine Petition an den Bundestag zu unterzeichnen, folgte der teilweise Zusammen- bruch des Servers, unter dem Ansturm der Befürworter.
Und Götz Werner, der Inhaber der momentan erfolgreichsten Drogerie-Markt-Kette dm, setzt sich seit 2005 für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ein. In einem Dorf in Namibia wurde es probeweise eingeführt und zeigt nun positive Auswir- kungen. In Alaska und Brasilien ist es bereits installiert.
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